Pioniergeist seit 1948

Mut zum Neuanfang

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand Obergurgl vor der Herausforderung, neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen. Einige engagierte Familien aus dem Ort erkannten früh das Potenzial des Wintersports.

Zu den prägenden Persönlichkeiten dieser Anfangszeit zählten insbesondere Hans Falkner und Angelus Scheiber. Gemeinsam mit weiteren einheimischen Familien legten sie den Grundstein für die touristische und wirtschaftliche Entwicklung des hinteren Ötztals.

1948: Der erste Skilift im gesamten Ötztal

Am 14. März 1948 ging in Obergurgl der erste Skilift des gesamten Ötztals in Betrieb. Der rund 300 Meter lange Bügellift wurde unter schwierigen Bedingungen und zu großen Teilen in Handarbeit errichtet

1949: Gründung der Liftgesellschaft Obergurgl

Bereits ein Jahr später, 1949, gründeten Hans Falkner, Angelus Scheiber und weitere Familien aus Obergurgl die Liftgesellschaft Obergurgl. Im selben Jahr wurde mit dem Sessellift Gaisberg der weitere Ausbau des Skigebiets vorangetrieben.

1954: Die Hohe Mut setzt einen österreichischen Höhenrekord

Die Anlage führte bis auf 2.669 Meter Seehöhe und war damals der höchste Lift Österreichs. Damit zeigte sich bereits früh ein Merkmal, das die Entwicklung der Liftgesellschaften bis heute prägt: der Mut, technisch und infrastrukturell neue Wege zu gehen und Projekte umzusetzen, die für ihre Zeit außergewöhnlich waren.
Angelus scheibers Vision

1961: Geburtsstunde von Hochgurgl

Während Obergurgl bereits Schritt für Schritt als Wintersportort ausgebaut wurde, hatte Angelus Scheiber eine weitere Vision. Der Blick von seinem Büro im Hotel Edelweiß in Obergurgl auf die sonnigen Hänge der Angerer Alm soll ihn dazu inspiriert haben, auch dort ein neues touristisches Zentrum zu schaffen.

Unter der Federführung der Familie Scheiber entstand schließlich Hochgurgl. Anders als Obergurgl entwickelte sich dieser Standort von Beginn an als bewusst geplantes Zusammenspiel aus Hotels, Liftanlagen und Wintersportangebot.

1961: Großes Kar als erster Lift in Hochgurgl

1963 - 1987: Bau neuer Liftanlagen

Krumpwasserlift, TOP Wurmkogl I + II, Hochgurglbahn I, Vorderer Wurmkogl I, +II, Kirchenkar, Gipfellift und Schermer 3000

1966/67: Europaweit erstes Pistengerät im Einsatz

Ratrac mit Farher Fredy Link
Technologischer Meilenstein

Die erste Beschneiungsanlage im Ötztal

Ein besonders wichtiger technologischer Meilenstein erfolgte 1987: In Untergurgl wurde die erste Beschneiungsanlage im gesamten Ötztal errichtet.

Damit setzten die Liftgesellschaften früh auf technische Beschneiung – ein Bereich, der heute für die langfristige Sicherung des Skibetriebs und die Qualität der Pisten eine zentrale Rolle spielt.

Ende 1980er - 1990er 

Beide Skigebiete wachsen

Obergurgl und Hochgurgl entwickeln sich weiter und investieren kontinuierlich in ihre Infrastruktur. Neue Bahnen entstehen, bestehende Anlagen werden modernisiert und auch technisch mit der ersten Beschneidungsanlage setzt Gurgl immer wieder neue Maßstäbe.

Mit der Zeit wächst auch die Idee, die beiden Skigebiete noch enger miteinander zu verbinden.

Ende 1980er - 1990er: Beide skigebiete wachsen
1987: Erweiterung der Hochgurglbahn I + II
Sowie Ausbau und Modernisierung bestehender Infrastruktur
1988: Bau des Hotels Crystals
Wachstum über den Liftbetrieb hinaus
1989: Bau der Festkoglbahn
1990: Bau der Plattachbahn
1997

Der entscheidende Moment

Mit dem Bau des TOP EXPRESS werden Obergurgl und Hochgurgl erstmals direkt miteinander verbunden – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum gemeinsamen Skigebiet Gurgl.

1997 - Heute
1997
Bau der Roßkarbahn (4er-Sessellift)
2001
Bruggenboden & Steinmannbahn 
2004
Ausbau Große Karbahn zum 6er-Sessellift
2007
Hohe Mut Bahn. Hohe Mut Alm, Mahdstuhl 
2009
Wiesenlift
2015
10er-Gondelbahn ersetzt Kirchenkar-Schlepplift & Bau des Crosspoints
2018
Inbetriebnahme der Kirchenkarbahn II 
2021
10-er Gondelbahn Rosskarbahn (Omega V Gondeln) ersetzt den Sessellift & Eröffnung der Motorcycle Experience World